Peter Alexander Christerer - Mein elektronisches Tagebuch

Ich schreibe was mich nervt. Ich schreibe was mich freut. Wer es liest, der liest es. Wer nicht, der nicht. So what?
Stalker, Spione oder ähnliches Pack, bitte fernbleiben.
Ois Guade wünscht eich da Bäääda

Muhammad Ali

Ein Mann, der die Welt mit 50 Jahren genauso sieht wie mit 20 Jahren, hat 30 Jahre seines Lebens verschwendet.

Inhaltsverzeichnis Tagebuch Genussbayer Erinnerungen

Wer glaubt, dass Frauen keinen verdorbenen Sex mögen, der glaubt auch an den Osterhasen.

sagt wer: sag ich nicht

Über mich Gästebuch Anregungen, Kritik, Kontakt ---> eMail

Allein, wieder allein. Einsam wie immer!
KommentierenKommentare (0) lesen als MP3 hören? klick mich #243 2019-05-10
In den vergangenen Tagen war es wieder einmal das große Thema: Die Einsamkeit.
Der SPD „Gesundheitsexperte“ Lauterbach forderte gar eine Behörde mit einem Beauftragten um die „Seuche“ Einsamkeit zu bekämpfen. Übrigens wie bereits letztes Jahr und der Anstoß kam auch schon letztes Jahr von der Überbritin May, die ein Ministerium für Einsamkeit einrichten lassen wollte. Das klingt ja schon wie bei Ludwig Hirsch und sein 1928 als die Außerirdischen uns „Wilde“ Pillen als Geschenk mitbrachten. Pillen gegen die Traurigkeit wären es gewesen. Und das obwohl wir doch Goofy, Kater Karlo und all die anderen lustigen Figuren haben.
Die Beitragsüberschrift kommt in dem wunderschönem, aber sehr traurigem Stück „Wolgalied“ aus der Operette von Lehar „Zarewitsch“ vor. Doch im Gegensatz zur Thematik im Wolgalied ist in unserer modernen Gesellschaft „allein“ nicht mit „einsam“ gleich zu setzen. ICH lebe sehr gerne allein und das mittlerweile sehr mehr als 10 Jahren. Die 30 Jahre vorher, in denen ich nicht allein lebte, waren auch schön.
Doch jetzt habe ich das Gefühl ein selbstbestimmtes Leben zu führen und hatte noch nie das Gefühl einsam zu sein. Ich möchte nicht bestreiten, dass es bestimmt viele wirklich einsame -junge wie alte- Menschen gibt, die sehr darunter leiden und denen geholfen werden sollte. Doch dafür gibt es bereits viele Institutionen und Einrichtungen, die im Bedarfsfall zur Stelle sind, wenn sich der Betroffene an sie wendet.
Oder wie darf man sich ein „Einsamkeitsministerium“ vorstellen? Kommt da am Abend -nach einem anonymen Hinweis aus der Bevölkerung- die Taskforce „never walk alone“, tritt, bewaffnet mit Chips und Videos, die Türe ein und veranstaltet eine Kuschelnacht? Doch das Schlagwort Einsamkeit ist ein magischer Begriff und wird -wie jetzt- immer wieder gerne von Politikern populistisch genutzt. Es lenkt ja so schön ab, von den vielen Problemen die dazu führten, dass sich immer Menschen einsam fühlen und die ganz sicher zu einem großen Teil von der Politik mit verschuldet sind.
Gerade die SPD zu der Herr Lauterbach gehört, hat diesbezüglich viele Leichen im Keller. Gentrifizierung, Altenpflege, Mobilität im Bereich Arbeitsplatz usw. um nur einige zu nennen. All das hat nicht nur die andere „Volkspartei“ CDU/CSU verbockt. Was Herr Lauterbach hier rhetorisch sehr gut (einfach köstlich seine Fliegen anstatt Krawatten) rüberbringt, ist keine Fürsorge. In meinem Verständnis ist das billige Wahlkampfmache für die anstehende Europawahl.
Leider hat Peter Fox (in meinem Lieblingslied von ihm) recht, wenn er in „schwarz zu blau“ singt: „Jeder hat einen Hund aber keinen zum reden“. Sicher nicht jeder, aber es sind schon einige. Es ist ja auch viel einfacher seinen 5000 Facebook „Freunden“ und noch mehr Instagram followers mal schnell einen post zukommen zu lassen, anstatt sich mal wieder mit einem „echten“ Menschen zu beschäftigen. Wir haben es selbst ausgewählt, also können wir es auch wieder ändern. NUR wollen müssen wir es auch!
Im Übrigen hat sich die Psychologie die Einsamkeit von der Philosophie geklaut. In der Philosophie wurde Einsamkeit auch als Selbstveredelung gewürdigt.
Ich hingegen werde mich jetzt ALLEIN - was für ein Drama ;-) -ins Bett begeben und versuchen ein wenig zu schlafen.
Kommentare:



Ois Guade wünscht euch da Bäääda

nach oben zurück Datenschutzerklärung / Impressum