Tagebuch von Peter Christerer

Peter Alexander Christerer - Mein elektronisches Tagebuch

Ich schreibe was mich nervt. Ich schreibe was mich freut. Wer es liest, der liest es. Wer nicht, der nicht. So what?
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Ois Guade wünscht eich da Bäääda

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Inhaltsverzeichnis Tagebuch Genussbayer Erinnerungen 14.07. - neuer Beitrag

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Rackete, Alan Kurdi u.a.m., sind die Deutschen wirklich so dämlich?
KommentierenKommentare (0) lesen als MP3 hören? klick mich #259 2019-07-12
Ja es gibt Flüchtlinge, z. B. im Sudan, Kongo, Jemen u.a.m. die unter menschenunwürdigen Bedingungen in Zeltstädten hausen.
Ja es gibt Migranten aus verschiedenen meist schwarzafrikanischen Ländern, die von IHRER Community gezielt ausgewählt werden, mit viel Geld (mehrere tausend Euro) ausgestattet werden, um dann mit Hilfe von Schleppern und NGOs nach Europa gebracht zu werden. Sie haben einen klaren Auftrag: In Europa am Besten in Deutschland viel Geld zu machen und damit die Familie in Afrika zu unterstützen. Es handelt sich dabei überwiegend um junge kräftige Männer, bei denen die Erfolgsaussichten am höchsten sind, die gefährliche, oft Jahre dauernde Reise zu überstehen.
In Afrika hat nahezu jeder ein Handy und die Internetcafes sind voll und oft moderner als die hiesigen. ALLE wissen um die Gefährlichkeit der Reise, die Zustände in Libyen, Marokko und anderswo, auch um die Streitigkeiten innerhalb der EU. Doch dem deutschen Bürger wird versucht einzureden, dass es sich um kranke schwache Menschen handelt.



Und dann kommen sie, die Edelsten aller Edlen, allen voran die Mutter Theresa der Weltmeere, Frau Rackete und berufen sich auf das Seerecht. Natürlich sind die einzig Wissenden in Bezug auf Moral, die deutschen Medien, sofort bereit die heldenhaften Taten in epischer Breite darzustellen.
Für mich war es ein Verbrechen was Frau Rackete hier veranstaltet hat und sie sollte hierfür eingesperrt werden! Ganz meine Meinung trifft ein Auszug aus einem bemerkenswerten Artikel im Berliner Tagesspiegel von Christoph von Marschall: Die internationalen Vorschriften zur Seenotrettung dienen dem Ziel, Menschen, die ungewollt in Not geraten, vor dem Ertrinken zu retten. Schiffe müssen gegebenenfalls ihren Kurs unterbrechen, die Betroffenen aufnehmen und in einen nahen Hafen bringen.
Die Vorschriften sind weder für Fälle gemacht, in denen Migranten ungeeignete Boote besteigen und sich vorsätzlich in Seenot bringen, um auf diesem Weg nach Europa zu gelangen.
Noch sind sie für Fälle gedacht, in denen Schiffe gar nicht auf dem Kurs von A nach B sind, sondern in Nähe einer bekannten Migrationsroute auf Seenotfälle warten, um Schiffbrüchige aufzunehmen - und sie dann keinesfalls zurück an die afrikanische Küste zu bringen, sondern nach Europa.

Deutschland muss sich ehrlich machen. Wenn die Bürger tatsächlich private Seenotrettung in überwältigender Mehrheit unterstützen, wie das der Deutschlandtrend nahelegt, sollten die Schiffe der deutschen Retter die Schiffbrüchigen direkt nach Deutschland bringen. Und sollte Deutschland sie aufnehmen.
Es wäre ein ehrlicher Test, wie verankert diese Haltung ist. Und allemal lösungsorientierter, als sich wochenlang mit Salvini um die Einfahrt in einen italienischen Hafen zu streiten – von dem aus die Geretteten ja auch nach Deutschland kommen. Die Wiederholung dieser Übung stärkt nur den Zulauf für Salvini in Italien. Und vergrößert die Koalition der EU-Partner, die sich von Deutschland nicht moralisch belehren lassen wollen.


Etwas derber aber aus meiner Sicht genauso treffend hat sich TV-Moderator Jörg Thadeusz zu den Aktionen von Kapitänin Carola Rackete und den Reaktionen in Teilen der deutschen Öffentlichkeit geäußert: „Recht gilt nur so lange, bis ein deutscher TV-Fritze wie Jan Böhmermann, eine deutsche Nicht-Regierungsorganisation oder die gesamte deutsche Öffentlichkeit eine höher stehende Moral definieren.“ Er wirft der deutschen Öffentlichkeit ziemlich klar Besserwisserei vor: „Wir tragen fußgesunde Sandalen und bunte, lustige T-Shirts, während der Einheimische die aufgestellten Kragen seines Polohemdes an den Ohren scheuern lässt.“

So leicht setzen deutsche Politiker Grundsätze der Diplomatie aufs Spiel – und stellen eigene moralische Erwägungen über das Recht demokratisch verfasster Partnerländer. Ob Carola Rackete italienisches Recht gebrochen hat und wie mit ihr zu verfahren wäre, dazu haben sie sich schlicht nicht zu äußern. Mit Moral lässt sich hier nicht argumentieren.
Im Ausland betrachtet man das Verhalten der Deutschen mit Befremden. Früher marschierten sie ein, jetzt wollen sie mit ihrer moralischen Besserwisserei belehren, ist der Tenor vieler ausländischer Medien. Italiens Innenminister Matteo Salvini erfreut sich als Folge der Affäre an Rekord-Zustimmungswerten.
Zum wiederholten Mal stößt die Bundesregierung europäische Partner aus vorgeblich ethischen Erwägungen vor den Kopf, wie schon 2015, als sie die Grenzen für Hunderttausende Migranten offenhielt und von den Partnern in Europa anschließend die Aufnahme der von ihr nach eigenem Ermessen eingelassenen Menschen verlangte, was maßgeblich zur bis heute anhaltenden Brexit-Krise beitrug.

Nun dass im Jemen wirklich 1000ende verhungern, in Somalia die Menschen zu Abertausenden vertrieben werden um im weltgrößten Flüchtlingslager Dadaab in Kenia wie im Gefängnis leben und im Ostkongo alle 45 Sekunden eine Frau vergewaltigt wird, spielt natürlich angesichts solcher Dramen keine Rolle.
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