Tagebuch von Peter Christerer

Peter Alexander Christerer - Mein elektronisches Tagebuch

Ich schreibe was mich nervt. Ich schreibe was mich freut. Wer es liest, der liest es. Wer nicht, der nicht. So what?
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Georg Bernard Shaw

Schweigen ist der vollkommenste Ausdruck der Verachtung.

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Ein anstrengender, aber sehr schöner Tag.
KommentierenKommentare (0) lesen als MP3 hören? klick mich #2882019-11-15
Am 12.11. 0900h musste ich mich in München beim Arbeitsgericht auf Anweisung des Richters einfinden, um den Rechtsstreit gegen meinen Arbeitgeber zu erläutern. Leider gab es weder eine Flug-noch Bahnverbindung um pünktlich in München anwesend zu sein. Also blieb entweder eine Übernachtung oder Flixbus. Chronisch Pleite und nachdem mir mein Bruder Otto auch noch (bei mir war unerklärlicher Weise kein derartiges Flixbus Angebot vorhanden) einmal Flixbus und zurück ein Bahn Angebot zu unschlagbar günstigen Preisen aufzeigte, war der Fall klar. Mein erstes Flixbus Abenteuer begann. Ich hatte für 3,5€ noch einen Platz mit Tisch reserviert und das ist super. Beinfreiheit ohne Ende und gute Stromversorgung. Die Fahrt verlief problemlos und sehr angenehm. Es begann am Montagabend um 2240h und in München waren wir mit 20 Minuten Verspätung um 0740h. Wird nicht meine letzte Flixbusfahrt gewesen sein.

Muss gestehen, ich war schon etwas nervös im Gerichtssaal. Vor allem, da ich meinem Rechtsvertreter in München erst 3 Minuten vor Verhandlungsbeginn zum ersten Mal begegnete. Vielleicht war es Glück dass ich körperlich ziemlich kaputt war, denn dadurch kam es mir ins Bewusstsein, dass es viel wesentlichere Dinge gibt als sein kostbares Leben mit Streit zu verbringen. Ich hielt mich vollkommen zurück und lediglich wenn ich vom Richter direkt befragt wurde antwortete ich, ansonsten überlies ich alles der Anwältin. Dabei handelte es sich um eine etwas ältere (mein Jahrgang) sehr kompetente Fachanwältin im Arbeitsrecht und sie vereinbarte mit der Gegenseite einen Kompromiss, mit dem beide Seiten leben können. Auch wenn mir völlig klar ist, egal wie gut das Arbeitszeugnis ist, einen neuen Arbeitsplatz werde ich nicht mehr erhalten. Der Zug ist abgefahren.

Danach begann der schönere Teil des Tages. Otto und ich unternahmen einen ausgiebigen Spaziergang von Schwabing bis zum Münchner Hauptbahnhof und es zeigte sich, dass die Psyche einen ganz erheblichen Anteil auf den Körper hat. Zum ersten Mal seit ewiger Zeit konnte ich so einen langen Weg ohne größere Schmerzen und ohne Schmerzmittel gehen. Am Hauptbahnhof besuchten wir den Rechthaler Hof, eine altbairische Gaststätte und ich war angenehm überrascht. Es passte alles und das in nicht unbedingt der feinsten Gegend mit überwiegend Laufkundschaft auf der Durchreise. Nööö war alles gut und auch die Gesellschaft von Otto tat mir gut.

Um 1430h setzte mich Otto in den ICE nach Berlin und ein schöner Tag neigte sich dem Ende zu.
Der Zug startete pünktlich um 1500h und war genauso pünktlich um 1920h in Berlin Südkreuz. Von dort ist es nur ein Katzensprung bis zu meiner Wohnung und ich muss gestehen, ich war so fucking müde, dass ich mir ein Taxi genehmigte. Nicht ohne mich vorher beim Burger King mit Proviant zu versorgen.
Jetzt beginnt der Wahnsinn: Die Taxifahrt (nicht einmal 4,5 km) kostete mich mit etwas Trinkgeld 15€. Die Flixbusfahrt deutlich über 600km kostete mit Tischplatz (3,49€ extra) exakt 23,48€ und die sehr bequeme Zugfahrt mit Sitzplatzreservierung im Ruhebereich mit Fensterplatz kostete auch noch deutlich unter 30€. Irgendwie stimmen die Relationen nicht mehr.

Egal, was bleibt ist die Erinnerung an einen angenehmen, sehr schönen Tag und die Hoffnung dass dieser unsägliche Rechtsstreit endlich beendet ist und ich mich voll auf den Kampf gegen den Krebs konzentrieren kann.
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