Tagebuch von Peter Christerer

Peter Alexander Christerer - Mein elektronisches Tagebuch

Ich schreibe was mich nervt. Ich schreibe was mich freut. Wer es liest, der liest es. Wer nicht, der nicht. So what?
Stalker, Spione oder ähnliches Pack, bitte fernbleiben.
Ois Guade wünscht eich da Bäääda

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Nelson Mandela

Verbitterung ist wie Gift trinken und erwarten, dass dein Feind davon stirbt.

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Easyjet das war NICHT nett!
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Was Hermann Hesse im Bild oben schreibt, genauso ist es Mama Leone ergangen, denke ich. Ihre Entscheidung weitere Maßnahmen abzulehnen, hat sie ganz bewusst gewählt, da bin ich mir sicher. Da war sie nun also die Beerdigung und sie hat mich mehr mitgenommen als ich dachte. Auch ich war schon öfters ziemlich müde, doch bisher bekam ich immer wieder Auftrieb. Auf der anderen Seite ist es auch ein schönes Gefühl abtreten zu können, ohne zu glauben etwas verpasst zu haben. In meinem Leben habe ich so viel erlebt, dass es für drei Leben gereicht hätte. Alles was jetzt kommt ist eine Zugabe und das macht es spannend.

Was es nicht gebraucht hätte war der besondere Service von Easyjet bzw. Wisag. Erst verlangen die doch tatsächlich zum ersten Mal bei einem Inlandsflug einen amtlichen Ausweis. Klar, steht bestimmt irgendwo im Kleingedruckten, aber sorgte für ein ziemliches Chaos beim Boarding. Den Hammer schoss aber die Sicherheitsfirma ab. Die lassen uns doch glatt bei gefühlten -5 Grad Celsius und eisigem Wind auf der Rollbahn 15 Minuten im Freien stehen, weil die Maschine noch nicht betreten werden durfte. Easyjet das habe ich schon viel besser erlebt, grrrrr. Trotzdem konnte ich nicht umhin auch etwas für die Feuerwehr in Australien zu spenden, obwohl ich nur direkt an Bedürftige (läuft ganz gut) etwas abgeben möchte.

Mächtig mehr als Easyjet regt mich allerdings auf, was da als deutsche Popmusik abgeht. Hat denn schon mal jemand auf den Text geachtet, den diese sogenannten Künstler von sich geben? Der eine fragt von Anfang bis Ende in ewiger Wiederholschleife: "how deep is your love", der Nächste wimmert genauso lang immer wieder: "what about us" und das ist mittlerweile die Regel bei 95% der Songs. Ja Zefix, dann machts halt Instrumental Musik, soviel Ahnung vom Computer habt sogar ihr Superstars. Einfach nur erschreckend mit was man heute viel Geld verdienen kann, grrrr.

Gefreut hingegen hat mich meine Teppich Verlegeaktion bei Mingle. Einen 6x4m großen Teppich am Stück in einem windschiefen Altbau nahezu perfekt verlegen und das obwohl ein ca 260x140cm halbvoller Kleiderschrank auch noch im Raum stand und ich den alleine rumheben musste, das hat schon was. Selbst meinen obligatorischen Pfuschschnitt (sonst wars koa Bäääda Teppich) habe ich an einer Stelle angebracht, die nicht zu sehen ist. Joa schon schön zu wissen, dass man selbst als alter Sack (der allerdings viel jünger aussieht) noch was auf die Reihe bringt.

Zuletzt nochmal etwas trauriges. Jospeh Hannesschläger -ein bekannter bairischer Schauspieler- ist mit 57 Jahren leider an Krebs verstorben. Das erinnert mich an kürzlich geführte Gespräche zu ähnlichen Themen. Bei dem einen sprach ich mit einem Verwandten, der kürzlich einen schweren Unfall erlitt. Es hatte etwas beruhigendes für mich, dass er wohl dieselbe Einstellung wie ich hat. Das ständige Nachfragen und damit das Erinnern an die Krankheit ist eher beunruhigend als hilfreich. Nach einer gewissen Zeit nervt es sogar. Wir wissen um unsere Gebrechen und wir wissen damit umzugehen. Wenn wir Hilfe oder einen Rat brauchen, werden wir ganz sicher aktiv.
Das zweite Gespräch war schlimmer und trauriger für mich, weil ich eigentlich keinen Rat bzw. Trost hatte. Eine Bekannte erzählte mir, dass ein Angehöriger einer nahen Verwandten an Krebs erkrankt ist. Es ist so gut wie keine Chance mehr vorhanden und die Erwartung auf den in Kürze eintreffenden Tod, lähmt die ganze Familie. Ich kann nur eines sagen: Zeigt dem Erkrankten nicht, wie besorgt ihr seid. Macht Spaß und unternehmt etwas und seht das Unabänderliche nicht so dramatisch. Der Betroffene weiß um eure Ängste, doch es permanent vor Augen geführt zu bekommen, führt nur dazu, dass ich als Todkranker auch noch ein schlechtes Gewissen bekomme. Schließlich bin ich schuld, dass sich mein Angehöriger Sorgen macht. Bei meinem Krebs gibt es eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Metastasen in der Leber gebildet werden. Sollte bei der nächsten Untersuchung Mitte Februar rauskommen dass welche vorhanden sind, dann werde ich mir alles ganz genau anhören. Dann werde ich ein, zwei Nächte darüber schlafen und eine Entscheidung treffen. Sollte ich entscheiden, dass ich sämtliche Konten abräume, die Kreditkarten bis Anschlag ausnutze um damit noch etwas HalliGalli zu betreiben, dann will ich Menschen um mich herumhaben, die mitfeiern und nicht mit einem wehleidigen Gesicht rumlaufen.
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