Tagebuch von Peter Christerer

Peter Alexander Christerer

Mein elektronisches Tagebuch

Ich schreibe was mich nervt. Ich schreibe was mich freut. Wer es liest, der liest es. Wer nicht, der nicht. So what?
Stalker, Spione oder ähnliches Pack, bitte fernbleiben.

Ois Guade wünscht eich da Bäääda

Über mich wretch Gewicht Essays Alltag Erinnerungen

Nur wenig ist anregender als die erste gelungene Missetat.

sagt wer: Marquis de Sade

Bäääda Inhaltsverzeichnis 10 Beiträge auf einmal Video: Mein Leben / my life
Was für eine dämliche Kuh! als MP3 hören? klick mich #3022020-02-04
Am Montag (03.02.2020) war es wieder einmal soweit, dass nicht viel gefehlt hat und ich wäre gewalttätig geworden. Die Krankenkasse lud mich zur Begutachtung durch den medizinischen Dienst vor. Nach kurzer Wartezeit wurde ich zu einer älteren, nööö alten Frau mit Doktortitel gebracht. Nachdem sie mühsam ein Guten Morgen zwischen den Zähnen hervor gepresst hatte, fragte sie mich wie aus der Pistole geschossen "Warum ich schon solange arbeitsunfähig sei". Dabei taxierte sie mich wie ein bösartiger Truthahn mit giftigen roten Augen. Yoooh die richtige Ansage für mich!
Meine Gegenfrage ob sie keine Berichte vorliegen hat oder vielleicht vergessen hat diese zu lesen beantwortete sie nicht und sagte sie möchte es von mir hören. Darauf meinte ich sie möge doch wohl eher diesbezüglich meine behandelnden Ärzte fragen, denn ich teile denen nur meine Beschwerden mit und die entscheiden dann über die AU. Es ist nicht darzustellen wie herablassend diese Frau war, es war einfach nur unerträglich. Beispiel: Blutdruck 143:96 Sagt sie: "Naja ist ja eigentlich normal". Klar sagte ich, besonders da ich einen Betablocker und zwei weitere Blutdruck senkende Mittel genommen habe und an einer koronaren Herzerkrankung leide, da ist der Blutdruck einfach super.
So ging das weiter. Ich weiß jetzt wenigstens, dass ich ein Weichei bin. Der Wirbelsäule fehlt nichts weil ich fast auf den Boden mit den Fingerspitzen kam. Meine drei fehlenden Bandscheiben, die mich manchmal veranlassen durch die Wohnung zu kriechen, anstatt zu gehen, uninteressant.
Der Hammer war die Lunge. Nach einmaligem Abhören sagte sie, dass da auch nichts Ungewöhnliches festzustellen sei. Seit Jahrzehnten (der nächste Beitrag bei den Erinnerungen handelt davon) ist das eine ziemlich unheimliche Kiste. Zuletzt wurde sie (per Röngtenbild) sogar in Berlin bei der Tumorkonferenz vorgestellt, hätten sie doch Frau Doktor Gutachterin eingeladen.
Der Dickdarmkrebs wurde nicht behandelt, da ich die Frage ob Metastasen vorhanden sind, nicht belastbar beantworten konnte. Dass ich manchmal denke, dass mir jemand ein Messer in den Darm rammt und umdreht (wusste ich aber schon durch den Chirurgen) und von Verstopfung bis Durchfall alles vertreten ist, war natürlich nicht von Interesse.
Es hätte gereicht wenn sie am Anfang gesagt hätte, dass sie lediglich Erfüllungsgehilfe der Krankenkasse ist. Das hätte uns Zeit erspart. Mal den Befund abwarten, denn das gefiel ihr nicht, dass sie den auch mir schicken soll, da ich evtl. dagegen klagen möchte.
Jedenfalls verstehe ich jetzt wieder ein Stück mehr die derzeit herrschende Wut, Aggression und den um sich greifenden Hass.

Erfreulich stimmt mich aber, dass ich nach diesem Desaster trotzdem mein volles Sportprogramm durchgezogen habe. Noch vor ein paar Tagen wäre das ein willkommener Anlass gewesen, den Sport ausfallen zu lassen. Auch wenn sich gerade zur Zeit die "zurückkehrenden" Krebserkrankungen häufen und dann meist im Stadium 4, ist mir schon klar, dass Ernährungsumstellung (nöööö nicht so radikal wie die Schwarz- / Weißseher es sofort negativ bewerten würden) und Sport die Chancen erhöhen, mein Immunsystem gegen das böse Tierchen zu wappnen. Zusätzlich kommt hinzu -auch wenn es nahezu unmöglich ist-, dass mein Aussehen noch besser wird.

Ein weiterer Aufreger für mich ist -neben der Panikmache wegen dem Coronavirus durch die Drecksmedien, besonders durch die Nachrichtensender- die Aktion von Novartis. Dieser Arzneimittelhersteller vertreibt ein Medikament für Kinder mit einer extrem beschissenen Krankheit. Das Medikament ist noch nicht zugelassen und unglaublich teuer. In Einzelfällen genehmigt die Krankenkasse trotzdem eine Behandlung. Jetzt hat sich Novartis entschieden 100 Patienten kostenlos eine Behandlung zukommen zu lassen. Welche Patienten das sind, entscheidet das Los. Und schon kriechen sie aus den Löchern, die Moralapostel und Ethikpäpste. Nicht zu vertreten, billige Marketingmasche usw., usf.
Auf den Mars, nöööö besser auf den Jupiter schießen, diese Spinner. Für mich zählt, dass 100 Menschen mit einem sehr grausamen Leiden geholfen wird und deswegen keinem anderen mehr Leid zugefügt wird. Wo ist denn Ethik bei der Krankenkasse, wenn sie nur bestimmten Patienten die Behandlung ermöglicht? Doch diese Spinner lassen lieber 100 Kinder weiter leiden, nur damit sie ihre überzogenen moralischen und ethischen Ideologien verwirklichen können. Es ist wie ich schon öfters feststellen konnte: Die Menschen, die noch nie ernsthaft (lebensbedrohlich) erkrankt waren, wissen ganz genau was richtig und gut und das Beste für den Erkrankten ist.

So jetzt mag ich nicht mehr, obwohl ich noch tausend Sachen schreiben könnte, soviel hat sich ereignet. Doch nach neuen Studien überfordere ich ohnehin mit so einem langen Text, die meisten meiner spärlichen Leserschaft (im Januar bei allen Blogs zusammen nur etwas mehr als 2000 -bereinigte- Klicks) und das will ich doch nicht, lieb wie ich nun einmal bin.


Ois Guade wünscht euch da Bäääda

nach oben Inhaltsverzeichnis Datenschutzerklärung / Impressum Wenn der gute Rat teuer werden könnte.