Peter Alexander Christerer


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Ich schreibe was mich nervt. Ich schreibe was mich freut. Wer es liest, der liest es. Wer nicht, der nicht. So what?
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Ois Guade wünscht eich da Bäääda

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#318-15.05.2020 Nur ein bißchen nachdenklich.
Vorgestern kam eine "Beschwerde" mit der Frage bei mir an, warum ich denn meinen Alltagsblog nicht mehr aktualisiere. Das ist gar nicht so einfach zu beantworten und hat mehrere Ursachen. Das ist jetzt der 4. Versuch einen Beitrag zu Ende zu bringen. Entweder war es nicht mehr aktuell, mein eigenes Geschwafel nervte mich oder ich war blockiert. Ich muss zugeben, dieser Drecksvirus raubt mir einen großen Teil Lebensfreude.
Das ist umso erstaunlicher, da ich weder gesundheitlich noch finanziell davon betroffen bin. Doch es lähmt mich. Ich sehe mir keine Nachrichten mehr an, denn nur noch Covid19 Scheiße. Ich benötigte eine simple A23 Batterie, die es leider nicht bei den Discountern gibt, gehe zu Saturn und kehrte ohne Batterie wieder um. Eine Schlange an Menschen vorm Eingang, die an DDR Zeiten beim Anstehen für Lebensmittel erinnern. Alles nur weil dämliche, sehr fragwürdige Vorschriften ein Einkaufen für mich unmöglich machen. Ich lese über die Vorschriften, wenn irgendwann Sportstudios wieder öffnen und weiß es wird mir keinen Spaß machen. Bin halt kein Fußballmillionär, für die gelten Regeln nicht. So könnte ich noch Dutzende weitere Beispiele geben, es macht einfach keinen Spaß mehr.
Vor allem weil die geforderte Solidarität und Menschlichkeit einfach nur scheinheilig ist. Diese Empathie haben wir sonst auch nicht. Die 25.000 Grippetoten 2017/2018 starben nicht mit einem Lächeln auf den Lippen. Und ein "Diabetis-" oder "Krebs-" tod ist nicht unbedingt das angenehmste. Selbst mein Herzinfarkt war sehr schmerzhaft und die Todesangst ziemlich präsent. Doch es zählt nur noch Covid19 obwohl die Gefährlichkeit der Krankheit ziemlich gering ist, wenn man sich die nackten Zahlen ansieht. Ich bin einfach zu dämlich, um es zu begreifen und niemand konnte mir es bisher ohne Emotionen und Pathos erklären.
Wir haben derzeit nicht einmal 20.000 Erkrankte, davon der ganz überwiegende Teil nicht einmal ernsthaft. Wir haben seit Ausbruch der Epidemie noch nicht einmal 8.000 Tote (2500 Menschen sterben TÄGLICH in Deutschland!) mit einem Durchschnittsalter von ´mehr als 80 Jahren. All das bei ca. 82.000.000 Einwohner. Viren und Tote gehören nun mal zur Natur und werden immer da sein. Also wo ist denn das Problem? Ich verstehe es nicht! Für diesen Scheiß all die Einschränkungen und Not über sehr viele Menschen (hatte erst gestern wieder ein Gespräch mit einer Frau die sich seit Jahren abrackert und nun private Insolvenz anmelden muss, denn Kurzarbeitergeld reichte nicht mehr) bringen, geht über meinen Verstand.

Doch ich bin auch noch aus anderen Gründen sehr nachdenklich. Ich glaube ich habe verlernt etwas demütiger und dankbarer zu sein. Der Blick in meine Speisekammer, in den Kleiderschrank, selbst in den Geldbeutel zeigen mir wie gut es mir geht und welche Privilegien ich genieße. Seit die Diktatur in Deutschland zurück und alles geschlossen ist, leiden meine "Freunde", die Flaschensammler noch mehr. Genauso wie viele meiner Bekannten aus Afrika aus dem Niedriglohnsektor. Doch im Gegensatz zu mir klagen sie nicht, sondern versuchen ihr Schicksal zu meistern. Ich hingegen nehme alles als selbstverständlich hin. Doch nichts ist selbstverständlich. Nicht einmal dass ich -zumindest nach den letzten Untersuchungsergebnissen- bisher von Metastasen verschont geblieben bin. Vielleicht hält es ja noch etwas und ich komme doch nach Afrika, um den Brunnen zu bauen.

Apropos Gesundheit. Der Kampf gegen die Krankenkasse geht weiter! Zuletzt drohte ich mit einer Untätigkeitsklage, da weiterhin Funkstille ist. Aber eben auch der Geldhahn zugeschraubt ist. Doch ich weiß von meinem Psychomann, dass dem Widerspruch nicht stattgegeben wird. Das wiederum bedeutet Klageeinreichung. Dann habe ich die Qual der Wahl ob ich die Rechtsexperten vom VdK oder einen Anwalt, der von der Rechtsschutzversicherung bezahlt wird, beauftrage, das Ganze abzuwickeln.
Nebenbei habe ich Arbeitslosengeld beantragt und mein Antrag zur Erwerbsminderung ist immerhin nach 5 Wochen auch schon bei der Rentenversicherung angekommen. Jedenfalls werde ich -wenn der ganze Dreck endlich vorbei ist- eine kleine Reise machen. Ich habe in der letzten Zeit so viele Reiseberichte gesehen, hoch lebe 3Sat und Arte, dass ich mich gar nicht entscheiden kann, wo ich zuerst hinwill. Mein Ausflug im August zu einem Event, an dem ich schon Jahren teilnehmen will, ist Dank Virus abgeblasen worden.
Falls ich überhaupt noch genug Knete zur Verfügung habe. Nach einigen Gewinnabschöpfungen stehen meine Werte an der Börse ziemlich tief im roten Bereich. Habe vergessen einige StopLoss zu setzen und zusätzlich greift der Endowment-Effekt (Besitztum Effekt). Was man einmal besitzt, will man nicht mehr hergeben.

Ein weiterer Grund warum ich nicht mehr viel schreibe ist, ich habe das Gefühl meine Schreiberei ist langweilig geworden. Es fehlt der Pep, die Würze. Schließlich kann ich mich seit Corona mangels Gelegenheit nicht mehr über die Blödheit meiner Mitmenschen aufregen. Besonders die frauenfeindlichen Statements fehlen mir sehr. Selbst Mingle ist langweilig geworden und geht völlig in ihrer Arbeit auf. So und jetzt muss ich den Beitrag noch posten und dann geht es an die Börse, um zu sehen wie sich der Silberkurs entwickelt. Denke ein paar (viele) Euronen zu investieren könnte sich lohnen.


Ois Guade wünscht euch da Bäääda

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