Tagebuch von Peter Christerer

Peter Alexander Christerer


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Ich schreibe was mich nervt. Ich schreibe was mich freut. Wer es liest, der liest es. Wer nicht, der nicht. So what?
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Ois Guade wünscht eich da Bäääda

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#348-03.11.2020 Bäääda der Stubenhocker
Am vergangenen Freitag hatte ich wieder einmal eine Darmspiegelung infolge der Krebsnachsorge. Das Ergebnis war mehr als befriedigend, was den Dickdarm anbelangt. Lediglich drei Proben müssen in der Histopathologie untersucht werden, aber es ist nicht mit etwas Schlimmen zu rechnen. Zumindest habe ich den Vorschlag der Oberärztin, diese Spiegelungen nur noch alle 5 Jahre stattfinden zu lassen, sehr wohlwollend aufgenommen.
Natürlich war auch Corona ein Thema. Seither ist meine Wut noch größer, doch was solls die biederen Deutschen rennen brav (moderne Version!) dem Rattenfänger Ehepaar Merkel/Söder hinterher und nehmen alles hin, was es zuletzt während den Nazis gegeben hat. Zwar mit anderen Worten aber genauso dramatisch wurde in die Grundrechte eingegriffen. Zurecht spottet Mr. Trump über uns und obwohl ich seine Art nicht mag, hoffe ich doch, dass er es noch einmal schafft die Wahlen zu gewinnen.
Jedenfalls habe ich kein Mitleid mit den Corona Toten, genauso wenig wie mit den 350.000 Herz- und 250.000 Krebs Toten jährlich. Ich hatte bisher glücklicherweise bisher keinen Bezug zu ihnen, also wäre Mitleid scheinheilig. Ich kann aber die Traurigkeit -zur Genüge aus eigener Erfahrung- der Hinterbliebenen nachvollziehen.


Warum Stubenhocker? Na, erstens weil es in Corona Zeiten draußen nicht wirklich prickelnd, sondern eher öde ist. Zweitens als Gegenstück zu Blasius dem Spaziergänger. Den allerdings werden nur ältere Blogleser noch in Erinnerung haben. In der AZ München war das über Jahrzehnte! eine der erfolgreichsten Kolumnen überhaupt. " Ein Volkstheater auf ein paar Quadratzentimeter Papier". Geschrieben von dem unvergessenen Sigi Sommer der 1996 verstarb und neben dem Schauspieler Helmut Fischer einfach ein Münchner Original präsentierte. Durch ihn weiß ich, dass ich auch ein echter Münchner bin. Sein Ausspruch: "Der immer präsente Grant gehört zu einem echten Münchner wie der Boden zum Maßkrug" trifft doch zu 100% auf mich zu.
Wie ich wieder auf den Sigi gestoßen bin? Weil mir bei unserem letzten sehr schönen Zusammentreffen, meine ganz lieben Cousinen samt Anhang einen Sammelband mit 3 Büchern von ihm geschenkt haben. Es macht riesige Freude diese alten Schmöker zu lesen und still vor sich hin zu schmunzeln. Dafür ganz lieben Dank, meine Süßen und vor Weihnachten möchte ich Corona nochmal ein Schnäppchen schlagen und mit euch a wengerl ratschen.

Woran ich merke, dass der Jahreswechsel ansteht? Ganz einfach, der Herbst- und Winterblues klettert ganz langsam von den Zehen nach oben. Der ist so hartnäckig, dass er schon lange vor Covid 19 bei mir aktiv ist. Doch dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, wenig gastfreundlich zu sein und ihn vollständig zu ignorieren. Stattdessen möchte ich dieses Jahr -trotz Corona- wieder irgendein soziales Projekt in Angriff nehmen. Zwar führe ich die 10€ Aktion für die Flaschensammler noch aus -ein paar Hunderter in diesem Jahr sind's schon gewesen- aber das ist inzwischen gewissermaßen Standard.
Nahezu jeden Tag denke ich darüber nach, welch schönes Leben ich doch habe und dass für meine Verhältnisse etwas Wohlstand -trotz hoher Kredite- eingekehrt ist. Es macht einfach Spaß nicht darüber nachdenken zu müssen, was man im Supermarkt in den Einkaufswagen legt. Es bereitet schlichtweg Freude, nur weil man ein paar Kilo loswerden will, qualitativ hochwertigere Lebensmittel wie Wild, Fisch und Fleisch kaufen zu können.
Weil ich dabei ganz schnell Demut und Botmäßigkeit ins Abseits dränge, möchte ich zur grauen November- wie auch emotionalen Weihnachtszeit etwas für diese Menschen tun. Für die, die nicht "the dark side of the moon" oder den tristen Weltschmerzblues ratzfatz wegdrücken können.
Allerdings zeigt die Erfahrung, dass dies sehr schwierig sein kann. Die deutsche Vereinsmeierei und überbordende Bürokratie bremst selbst hier nicht. Momentan ist die Idee etwa 4 Wochen in der Nacht durch Berlin zu fahren und an den bekannten Obdachlosenplätzen etwas selbstgekochtes Warmes an Frau / Mann zu bringen. Mal schauen wie ich da die richtigen Leute rausfinden kann, denn geben tut es das schon.


Ois Guade wünscht euch da Bäääda

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