Tagebuch von Peter Christerer

Peter Alexander Christerer


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Ich schreibe was mich nervt. Ich schreibe was mich freut. Wer es liest, der liest es. Wer nicht, der nicht. So what?
Stalker, Spione oder ähnliches Pack, bitte fernbleiben.
Ois Guade wünscht eich da Bäääda

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#354-19.11.2020 da Bäääda und die grauen Zellen
Die letzten Tage dachte ich öfters mal darüber nach, was Corona -zumindest bei mir- bewirkt. Und da ich ein Paradebeispiel für einen Durchschnittsmenschen bin, gehe ich davon aus, dass es vielen Anderen auch so geht.
Direkt spürbare Einschnitte habe ich eigentlich nicht wirklich. Finanziell gut versorgt -und Dank der Großzügigkeit unserer Politiker sieht es bei den meisten Menschen genauso aus-, Einkaufsmöglichkeiten vorhanden und die Gesundheit wie immer.
Lediglich die Reisemöglichkeiten sind gekappt. Doch als Arbeitssuchender und gleichzeitig Antragssteller auf Erwerbsunfähigkeit sind Reisen nach Afrika möglicherweise suboptimal. Zudem ich ohnehin nur 3 Wochen im Jahr ins Ausland dürfte und das ENTSETZLICHSTE ich müsste um Erlaubnis fragen. Yooo, da kommen gleich zwei voll durchgestreckte Mittelfinger zum Einsatz.
So what? Fehlt doch nichts! Nöööö, das stimmt so nicht. Was fehlt, bzw. was immer mehr schwindet ist die geistige Flexibilität. Durch den immer gleichen Ablauf des Lebens entsteht im Oberstübchen eine derartige Routine, dass ich mich an Science Fiktion Filme vor 30 Jahren erinnert fühle. Nur noch funktionieren und nicht mehr agieren. Durch Mangel an Spaß am Einkauf wird nur das Nötigste besorgt und kaum Kontakt zu irgendjemanden gesucht. Die Gaststättenbesuche und somit Kontakt zu anderen Menschen, fällt flach. Theater oder Opernsuche Fehlanzeige usw. usf. Was bleibt ist die Wohnung, der Fernseher, die Chips und das Bier. Von hier zur Depression ist es nicht mehr weit.
Die eigentlichen Interessen, die man vorher hatte, fallen einer gewissen Trägheit zum Opfer. Das liegt einfach in der Natur des Menschen. Was ärgerte mich noch vor Kurzem über fehlende Besuche im Sportstudio. Mittlerweile ist es mir egal. Selbst meine spannende Übersetzung von the raven (das macht echt Spaß, ist aber anstrengend) kommt nur schleppend voran. Wie bei meinem Gewicht: Das muss sich ändern!

Was sich ganz spontan geändert hat, ist mein weihnachtliches, soziales Engagement. Das fällt heuer flach. Schlicht und ergreifend keinen Bock darauf. Zudem ein paar -besonders weibliche mit afrikanischer Abstammung- Menschen seit Jahren behaupten, dass ich ein so böser, schlechter Mensch mit fürchterlichen Charma bin, dass ich trotz solcher Mittel keine Chance habe, nach meinem Abgang im Himmel zu landen. Yoooo, da kommt Freude auf. Denn auf einer Wolke sitzen und Hosianna singen ist fürn Bäääda absolut nichts. Da halte ich es schon lieber mit "the dead south" und sage: In hell I'll be in good company!

So stark sind die grauen Zellen schon eingemottet, dass mir abhandengekommen ist, ob ich schon von der Entwicklung hinsichtlich Rente geschrieben habe. Aber zum Nachsehen bin ich zu träge. Bekam ich doch tatsächlich von der Rentenversicherung einen dicken Umschlag mit ein paar Seiten zur Bearbeitung. Thema war ein möglicher HINZUVERDIENST in 2019. Zuerst dachte ich eher an Steuerbehörde als Rentenanstalt. Doch bei genauerer Durchsicht geht es tatsächlich um die zu erwartende Rente. Ganz am Ende sollte ich zustimmen, dass sie wegen möglicher Überzahlung einen Teil der Rente einbehalten dürfen. Dem habe ich nicht zugestimmt, denn wer weiß schon ob ich noch lebe, bis ich zurückzahlen müsste. Doch für mich als unbedarfter Behördenfreak heißt das, dass mein Rentenantrag anscheinend bewilligt wird.
Yep, das würde bedeuten der Krieg -begonnen am 07.12.2018- ist vorbei und ich sehe mich zumindest als Punktsieger. Dann blieben nur noch drei kleinere Scharmützel: Steuernachzahlung, Prozess gegen Krankenkasse und Verfahren wegen Bedrohung mit Waffen und Nötigung. Na, das geht doch. Da könnte ja mein Ziel ab August 2022 (letzter Großkredit ist abgearbeitet) sorgenfrei und reiselustig zu sein, erreicht werden.


Ois Guade wünscht euch da Bäääda

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