Tagebuch von Peter Christerer

Peter Alexander Christerer


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Ich schreibe was mich nervt. Ich schreibe was mich freut. Wer es liest, der liest es. Wer nicht, der nicht. So what?
Stalker, Spione oder ähnliches Pack, bitte fernbleiben.
Ois Guade wünscht eich da Bäääda

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#364 09.01.2021 Frei will ich sein und ganz mein. Und was ich gebe, das soll mich nicht binden.
Frei will ich sein und ganz mein. Und was ich gebe, das soll mich nicht binden. Ein schöner Spruch von Bettina von Arnim, *1785 +1859. Er passt -so interpretiere ich es, exakt auf meine Situation.
Seit ich am 07.12.2018 von meinem Ex-Arbeitgeber fristlos gekündigt wurde, führte ich einen "Krieg" an mehreren Fronten. Seit gestern sehe ich ihn als beendet an und fühle mich ganz sicher nicht als Verlierer. Am 28.12.2020 bekam ich den Bescheid der deutschen Rentenversicherung, dass ich zu 100% erwerbsgemindert bin und das voraussichtlich bis zum Erreichen des regulären Rentenbeginns im September 2026. Der Beginn der Rente wurde auf 01.01.2019 festgelegt. Gestern bekam ich dann die erlösende Nachricht - von zwei Rechtsanwälten (Berlin und München)-, dass es für meinen Ex-Arbeitgeber nicht erfolgsversprechend sein würde, sollte er den im November 2019 geschlossenen Vergleich (mit hoher Abfindung) widerrufen wollen. Daraufhin habe ich gestern sofort meinen Widerspruch gegen den Rentenbescheid zurückgenommen und bin jetzt RENTNER und frei.
Keine Krankenkasse und kein Arbeitsamt mehr, denen ich Rechenschaft schuldig war und die mich -trotz Corona- in meiner Bewegungsfreiheit einschränken konnten. Kein Kampf mehr, die eingereichte Klage gegen die Krankenkasse ist jetzt auch hinfällig. Kein Überlegen mehr, was wohl als nächstes zu unternehmen ist. Einfach nur frei sein und genießen.
Sehr dankbar bin ich meinen Hausärzten, meinem Psychomann (Psychiater), den Rechtsanwälten und allen die mich in dieser schwierigen Zeit unterstützt haben. Das war nicht einfach und manchmal waren schon ziemlich trübe Gedanken in meinem Kopf und es galt große Probleme zu lösen und schwierige Entscheidungen zu treffen. Im nächsten oder übernächsten Beitrag werde ich den ganzen Ablauf einschließlich der Nebenschauplätze wie Krebs und Strafanzeige dokumentieren. Mehr für mich als für die Öffentlichkeit, die es eher langweilen dürfte, aber ich möchte in ein paar Jahren meinen Urenkeln vom heroischen Kampf, hahaha, des scary old man erzählen können. Dafür ist so eine Erinnerungsstütze wie ein Blog nicht schlecht, denn -kaum vorstellbar aber wahr- selbst mein Gedächtnis lässt mich schon zeitweise im Stich.

Vieles tat sich in der jüngeren Vergangenheit getan und Dank der vielen Zeit die ich zur Verfügung habe, finde ich ständig neue Betätigungsfelder. Allerdings war das früher auch schon so, nur stressiger. Sehr gut gefällt mir Texte von Schriftstellern wie Edgar Allan Poe zu übersetzen, yooo da kamen die grauen Zellen ganz schön in Bewegung und dieses Englisch hat weder was mit Google- oder Gangsta Rap Englisch zu tun. ICH finde "the raven" ist mir sehr gut gelungen.
Ach ja, ein neues Jahr hat auch begonnen. Und wie jedes Jahr mache ich mir keine Vorsätze. Was für ein Unsinn. Wenn ich etwas ändern will, dann mache ich das. Wann auch immer! Ich denke da hat man mehr Erfolg als das auf den Jahreswechsel zu fokussieren. Mein Vorsatz, endlich € Millionär zu werden, hat sich seit mindestens 40 Jahren nicht bewahrheitet und ich habe inzwischen große Zweifel, dass es noch eintreten wird. So what?

Überrascht bin ich, dass immer noch mindestens 70 Aufrufe täglich (nach Bereinigung der Spammer, Suchmaschinen, meiner eigenen und, und, und) auf meinen Seiten stattfinden. Das Ganze ohne jegliche Werbung und seit ich die Blogs betreibe, habe ich keine sozialen Medien (außer sporadisch der politische Blog) wie FB, Wordpress, Twitter, Instagram damit bestückt. Im Gegenteil fast überall habe ich meine Accounts schlafen gelegt. Also wer sind die lieben Leser? 70 pro Tag? Soviel Menschen kenne ich gar nicht. Jedenfalls ist die 50.000er Marke seit geraumer Zeit geknackt und zu zählen habe ich vor knapp zwei Jahren begonnen.

Jetzt lasse ich mich -hoffentlich positiv- von den (aufgewärmten) gebruzzelten Priesterwürger mit Schwammersoß überraschen. Da hat der Herr Schuhbeck was Gutes kreiert. Anders wäre sein Geschwafel aber auch nicht zu ertragen. Wenn morgen die Waage einen großen Sprung nach oben macht, nehme ich es gelassen hin.


Ois Guade wünscht euch da Bäääda

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