Peter Alexander Christerer
Ich erhoffe nichts. Ich fürchte nichts. Ich bin frei.

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Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben.
Johann Wolfgang von Goethe


#396 21.07.2021 Loslassen ist eine Kunst!
Die Überschrift und das Bild beziehen sich auf eine mysteriöse Geschichte, die mich vor ein paar Tagen ziemlich überrascht hat. Es betrifft eine Sache, die mehr als 45 Jahre zurückliegt. Für mich ist sie spannend. Allerdings wundert mich, dass ich daran keinerlei Erinnerung habe. Vielleicht ist ja dem ein oder anderen Leser das „Strasser“ noch im Hinterkopf und dort war ich in diesem Zeitraum nahezu täglich.

Doch zuvor kommt ein anderes Thema zum wiederholten Male auf den Bildschirm: Wann kommt endlich die Fahrprüfung für ältere Menschen. Verdammt nochmal, wann zieht man diese senilen Vollidioten aus dem Verkehr. Und ich scheiß auf den Genderwahn, bei mir sind Frauen wie Männer gemeint. Mir selbst ist jemand bekannt, der in Kürze seinen 83. Geburtstag begeht und dem schon seit mindestens seit 10 Jahren die Fahrerlaubnis entzogen werden sollte. „Ich muss die Rettungssirene nicht unbedingt hören, ich sehe die Fahrzeuge ja kommen“, „warum muss ich über die Schulter blicken können, wenn ich doch einen rechten Seitenspiegel habe“. Lauter so einen Scheiß gab der damals schon von sich, nachdem er 2x beinahe einen Radfahrer über den Haufen gefahren hatte. Also liebe deutsche Politiker mal etwas Sinnvolles beschließen, die Spanier, die Dänen, die Briten u.v.m. praktizieren das schon ewig!

Jetzt zum eigentlichen Thema:
Am 12. Juli befand sich eine Mail in meinem Posteingang. Offensichtlich hat dieser Leser irgendwann, irgendetwas in meinen Erinnerungen gelesen, was einen Zusammenhang zwischen mir und dem damaligen „Strasser Stüberl“ an der Königswieser Straße 106 in München Maxhof herstellte. Ist schon interessant für mich wer offensichtlich meine Erinnerungen liest, denn anderswo habe ich das Strasser Stüberl nirgendwo erwähnt.
Jedenfalls meinte daraufhin diese Person (männlich oder weiblich ist hier unerheblich) mich um Mithilfe bei der Aufklärung eines schlimmen Vorfalls bitten zu können. Ein paar Auszüge aus der Mail:
“Mein Vater ist vor 45 Jahren am 11. Januar 1976 in der Garage der Eigentümerin Rosa Strasser, Gott habe sie nicht seelig, in der Königswieser Straße 104 auf bis heute ungeklärte Art und Weise ums Leben gekommen.
Dieser Tod meines Vaters war für mein Leben so nachhaltig prägend, daß ich nicht weiß, wie ich ihn überhaupt überleben konnte.
Durch einen aktuell neuen, starken Impuls (wie es im Leben halt oft so ist), stehe ich nun erneut vor dieser Tatsache.
Darf ich Sie um Unterstützung bitten?
Noch gibt es Zeitzeugen, die um den Tod des Vaters damals wissen und glauben zu wissen, daß es sich nie und nimmer um einen Selbstmord gehandelt haben kann.
Kannten Sie Rosa Strasser und kannten Sie Ihren Stiefsohn Ludwig Strasser, "Wiggerl" oder "Wickerl" genannt. Ich durfte zumindest seine unliebsame Bekanntschaft machen. Auch meine Schwester hatte mit Ihrem Freund bis kurz vor dem Tod meines Vaters eine zeitlang dort in dem winzigen, feuchten Holzhaus im Garten gewohnt.
Damals ist Fleischdiebstahl im Schlachthof in München im großen Stil bekanntgeworden usw. Es stand wohl in allen Tageszeitungen.
Ich glaube um Überleben zu können, habe ich den großen Streß damals zu Hause einfach aus meinem Gedächtnis gestrichen. Nach dem Tod meiner Mutter 2008 habe ich nun Schriftverkehr zwischen meiner Mutter und Rosa Strasser, der Kripo in München und Versicherungsgesellschaften im Nachlaß gefunden, die mich ermutigen alles nocheinmal aufzurollen.“

Dass dies unglaublich belastend für nahe Familienangehörige ist, kann ich mir sehr gut vorstellen. Deshalb mein heutiger Titel. Leider konnte ich nur Fehlanzeige melden und bin nach wie vor verblüfft, dass ich auch keinerlei Erinnerung an einen „Fleischskandal“ habe. Einen Todesfall hätte ich nicht zwingend mitbekommen, aber als „Schlachthofinsider“ wäre ich darüber im Bilde gewesen.
Wie dem auch sei, sollte jemand meiner Leser diesbezüglich irgendetwas wissen, wäre ich sehr erfreut eine Nachricht zu bekommen. Und um Hinweisen wie „Ausspionieren“, „Virus“ zuvorzukommen: Es war kein Anhang, kein Bild, kein Link usw an der Mail dran. Lange genug war ich in diesem Bereich tätig, um die nötigen Vorsichtsmaßnahmen walten zu lassen.

Kürzlich habe ich noch davon geschrieben, dass ich mir keinen weiteren Defibrillator Austausch vornehmen lassen werde und schon bin ich damit konfrontiert. Bei diversen Untersuchungen am Herz, stellte der Kardiologe fest, dass die Batteriespannung vom Defi nicht mehr so berauschend ist. Bereits im November bei der nächsten Routineüberprüfung möchte er sich über einen Wechsel mit mir unterhalten. Meinen Einwand, dass ich keinen mehr möchte, konnte er nicht ganz nachvollziehen und wollte mich von der Notwendigkeit überzeugen. Nun die Unterredung wurde auf November vertagt und selbst die Zusicherung in einer Spezialklinik operiert zu werden -um dieselbe Naht nutzen zu können- konnte mich bisher nicht zu einer Meinungsänderung bewegen. Allerdings bin ich schon etwas verunsichert. Der aktuelle Defi hätte mindestens bis Ende 2023 Höchstspannung halten müssen. Vielleicht arbeitet das Ding ja doch öfters als ich es mitbekomme.
Wenn dann ist mit Sicherheit aus der Familie der Primaten die Gattung FRAU dafür verantwortlich. Die haben das mit dem zur Freude der Männer geschaffen wohl gründlich missverstanden.


Ois Guade wünscht euch da Bäääda