Peter Alexander Christerer


Video Mein Leben deutsch / english

Ich schreibe was mich nervt. Ich schreibe was mich freut. Wer es liest, der liest es. Wer nicht, der nicht. So what?
Stalker, Spione oder ähnliches Pack, bitte fernbleiben.
Ois Guade wünscht eich da Bäääda

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Nr: 365 vom Bäääda
#365 16.01.2021 Sind die Zähne erstmal schlecht, ist das dem Zahnarzt ganz recht.
Yooo, das war knapp und kam zum ungünstigsten (dafür gibt es gar keinen günstigen) Zeitpunkt. Da bin ich mitten am Lautsprecher installieren und löten und denke an nichts Übles, da knirscht es in meinem zarten Mündchen und irgendetwas Hartes befindet sich auf meiner Zunge. Glücklicherweise schluckte ich es nicht einfach runter, sondern inspizierte es. Fiel mir doch tatsächlich eine Krone aus dem Gebiss.
Glück im Unglück: Meine Zahnärztin arbeitet trotz Corona nicht im Homeoffice, erkannte die dramatische Notlage und klebte das Ding sofort wieder rein, trotz meines nicht unerheblichen Angstschweißes der immer auftritt, wenn eine Zahnarztpraxis auch nur in Sichtweite auftaucht. Warum weiß ich nicht, denn die lady arbeitet ausgezeichnet und bisher nahezu schmerzfrei. Bzw. kann sie genau einschätzen, wann SIE auf eine Betäubungsspritze bestehen muss, denn ich lehne diese immer ab.
Das Ende vom Lied? Ab nächster Woche stehen Termine für eine Wurzelbehandlung und eine neue Krone auf dem Programm. Hoffentlich läuft es an der Börse weiterhin so gut für mich, denn wie immer beim Zahnarzt sind jetzt ein paar Euronen fällig.

Apropos Lautsprecher. Dank eines neuen Internetradios wollte ich jetzt endlich die letzte Lücke in meiner Wohnung schließen und auch im Wohnzimmer Lautsprecher dazu klemmen. Gar nicht so einfach, wie es sich anhört. Doch jetzt funktioniert es und in jedem Raum ertönt Musik. Klar dass ich nun ein paar Arien einsingen und aufnehmen muss, damit meine wohlklingende Stimme überall in der Wohnung die Atmosphäre vibrieren lässt. War schon lange auf der to-do Liste und freut mich ziemlich, dass ich es hinbekommen habe. Als nächstes muss ich natürlich eine Party veranstalten, damit mich die Nachbarin unter mir wieder fragen kann, ob ich um 02:30h getanzt hätte, hahaha. Nööö habe ICH nicht! Allerdings werde ich wie immer die Mädels eindringlich auffordern: Hey baby, shake your ass! Und für afrikanische ladys stellt das überhaupt kein Problem dar.

Der nächste abzuarbeitende Punkt auf der to-do Liste ist schon wieder! ausmisten. Kaum zu glauben, was sich alles ansammelt und was ich horte. Eigentlich wollte ich eine nahezu leere Wohnung haben. Aber davon bin ich ja noch Lichtjahre entfernt. Doch der Leidensdruck ist schon ziemlich hoch, deshalb bin ich optimistisch, dass das bald an die Reihe kommt. Ebenso wie mein Elch ein paar Verschönerungen erfährt. Besonders da im Herbst schon wieder Tüv ansteht.
So und jetzt gehe ich wieder ins Bett und schlafe eine Runde!


Nr: 363 vom Bäääda
#364 09.01.2021 Frei will ich sein und ganz mein. Und was ich gebe, das soll mich nicht binden.
Frei will ich sein und ganz mein. Und was ich gebe, das soll mich nicht binden. Ein schöner Spruch von Bettina von Arnim, *1785 +1859. Er passt -so interpretiere ich es, exakt auf meine Situation.
Seit ich am 07.12.2018 von meinem Ex-Arbeitgeber fristlos gekündigt wurde, führte ich einen "Krieg" an mehreren Fronten. Seit gestern sehe ich ihn als beendet an und fühle mich ganz sicher nicht als Verlierer. Am 28.12.2020 bekam ich den Bescheid der deutschen Rentenversicherung, dass ich zu 100% erwerbsgemindert bin und das voraussichtlich bis zum Erreichen des regulären Rentenbeginns im September 2026. Der Beginn der Rente wurde auf 01.01.2019 festgelegt. Gestern bekam ich dann die erlösende Nachricht - von zwei Rechtsanwälten (Berlin und München)-, dass es für meinen Ex-Arbeitgeber nicht erfolgsversprechend sein würde, sollte er den im November 2019 geschlossenen Vergleich (mit hoher Abfindung) widerrufen wollen. Daraufhin habe ich gestern sofort meinen Widerspruch gegen den Rentenbescheid zurückgenommen und bin jetzt RENTNER und frei.
Keine Krankenkasse und kein Arbeitsamt mehr, denen ich Rechenschaft schuldig war und die mich -trotz Corona- in meiner Bewegungsfreiheit einschränken konnten. Kein Kampf mehr, die eingereichte Klage gegen die Krankenkasse ist jetzt auch hinfällig. Kein Überlegen mehr, was wohl als nächstes zu unternehmen ist. Einfach nur frei sein und genießen.
Sehr dankbar bin ich meinen Hausärzten, meinem Psychomann (Psychiater), den Rechtsanwälten und allen die mich in dieser schwierigen Zeit unterstützt haben. Das war nicht einfach und manchmal waren schon ziemlich trübe Gedanken in meinem Kopf und es galt große Probleme zu lösen und schwierige Entscheidungen zu treffen. Im nächsten oder übernächsten Beitrag werde ich den ganzen Ablauf einschließlich der Nebenschauplätze wie Krebs und Strafanzeige dokumentieren. Mehr für mich als für die Öffentlichkeit, die es eher langweilen dürfte, aber ich möchte in ein paar Jahren meinen Urenkeln vom heroischen Kampf, hahaha, des scary old man erzählen können. Dafür ist so eine Erinnerungsstütze wie ein Blog nicht schlecht, denn -kaum vorstellbar aber wahr- selbst mein Gedächtnis lässt mich schon zeitweise im Stich.

Vieles tat sich in der jüngeren Vergangenheit getan und Dank der vielen Zeit die ich zur Verfügung habe, finde ich ständig neue Betätigungsfelder. Allerdings war das früher auch schon so, nur stressiger. Sehr gut gefällt mir Texte von Schriftstellern wie Edgar Allan Poe zu übersetzen, yooo da kamen die grauen Zellen ganz schön in Bewegung und dieses Englisch hat weder was mit Google- oder Gangsta Rap Englisch zu tun. ICH finde "the raven" ist mir sehr gut gelungen.
Ach ja, ein neues Jahr hat auch begonnen. Und wie jedes Jahr mache ich mir keine Vorsätze. Was für ein Unsinn. Wenn ich etwas ändern will, dann mache ich das. Wann auch immer! Ich denke da hat man mehr Erfolg als das auf den Jahreswechsel zu fokussieren. Mein Vorsatz, endlich € Millionär zu werden, hat sich seit mindestens 40 Jahren nicht bewahrheitet und ich habe inzwischen große Zweifel, dass es noch eintreten wird. So what?

Überrascht bin ich, dass immer noch mindestens 70 Aufrufe täglich (nach Bereinigung der Spammer, Suchmaschinen, meiner eigenen und, und, und) auf meinen Seiten stattfinden. Das Ganze ohne jegliche Werbung und seit ich die Blogs betreibe, habe ich keine sozialen Medien (außer sporadisch der politische Blog) wie FB, Wordpress, Twitter, Instagram damit bestückt. Im Gegenteil fast überall habe ich meine Accounts schlafen gelegt. Also wer sind die lieben Leser? 70 pro Tag? Soviel Menschen kenne ich gar nicht. Jedenfalls ist die 50.000er Marke seit geraumer Zeit geknackt und zu zählen habe ich vor knapp zwei Jahren begonnen.

Jetzt lasse ich mich -hoffentlich positiv- von den (aufgewärmten) gebruzzelten Priesterwürger mit Schwammersoß überraschen. Da hat der Herr Schuhbeck was Gutes kreiert. Anders wäre sein Geschwafel aber auch nicht zu ertragen. Wenn morgen die Waage einen großen Sprung nach oben macht, nehme ich es gelassen hin.


Nr: 363 vom Bäääda
#363 30.12.2020 Ja ist denn schon wieder ein Jahr vorbei....
Yep. so ist es! Wer nicht genießt, ist ungenießbar. Ich kann mit all den Zweiflern und Skeptikern und was-wäre-wenn und was-könnte-alles-passieren Typen nichts anfangen. Mein Leben war die letzten Jahre ganz sicher nicht einfach. Viele unangenehme und viele angenehme Ereignisse geschahen. So what? Ein schlauer Mann sagte einmal: "Um das Leben zu beschreiben, genügen DREI Worte: Es geht weiter!" Recht hat er. Oder auch wie Rammstein gewohnt drastisch es ausdrückte: "Weiter, weiter ins Verderben. Wir müssen leben bis wir sterben." Was du aus deinem Leben machst liegt an dir und ich habe für mich beschlossen, es auszukosten so gut es geht. Und bei schlechten Dingen an Ulrich Roski zu denken, der einmal sang: "Ach wie konnte das geschehen? Na man darf das nicht so verbissen sehen", nachdem ihm (im Lied) anstatt des Blinddarms ein Bein amputiert wurde.

Weihnachten ist Gott sei Dank vorbei und man kann zumindest teilweise wieder Radio hören, ohne 24 Stunden mit Weihnachtsliedern jeglicher Art terrorisiert zu werden. Wie angekündigt war Familienbesuch angesagt und ich habe gegen alle Absprachen ein wunderbares Geschenk -das ich zudem wirklich gebrauchen kann- erhalten, grrrrr.
Ein weiteres, sehr originelles, Geschenk über das ich mich sehr freue, machte mir mein Enkelsohn Dennis. All thumbs up.
Die Frage war nur, ob zwei kleine Rouladen für 4 Personen reichen :-). So wie es aussah wurden aber alle satt.
Dank des Besuchs kam ich doch noch in den Genuss, den Kudamm mit Beleuchtung zu besuchen und er war schön wie immer an Weihnachten, nur ein paar Figuren fehlten heuer.

Auch Familie und warum ich Weihnachten verabscheue, ist der Tod meiner Mutter. Am 28.12. 1972 also vor 48 Jahren verstarb sie im Alter von 41 Jahren im Krankenhaus und trotz dieser langen Zeit ist sie mir nicht nur zu Weihnachten häufig präsent. Auch das ist das Leben und es geht weiter. Dennoch nehme ich mir das Recht raus, die Zeit um den Jahreswechsel einfach nicht zu mögen.

Es gehört zwar eher in meinen Börsen Blog, aber nachdem nicht vorhabe dort die nächsten Tage etwas zu schreiben, tippe ich es mir halt hier von der Seele. Manchmal verstehe ich meine Entscheidungen nicht so recht. Gerade habe ich mit AliBaba einen Totalverlust erlitten. Der knock-out hat mich ausgeknockt. Trotzdem habe ich noch am selben Tag gleich wieder AliBaba gekauft, obwohl der Streit bei den Chinesen gerade erst losgeht. Aber es war einfach zu verlockend. Und meistens kann ich mich auf meinen Monsterbauch verlassen und hoffe wenigstens ein paar Prozente wieder zurück zu bekommen.

Ein weiteres -wahrscheinlich sehr positives- Ergebnis, wurde mir diese Woche per Post zugestellt. Allerdings schreibe ich noch nicht darüber, denn ich habe gerade vorher eine Mail an den Anwalt geschickt, der mich im Prozess gegen meinen Ex-Arbeitgeber vertreten hat. Und wenn ich die Antwort habe, werde ich die Neuigkeit -ob positiv oder negativ- hier kundtun.


Nr: 362 vom Bäääda
#362 25.12.2020 mitgegangen, mitgefangen! Geschmeckt hat es trotzdem.
Das war gefickt eingeschädelt! Nahezu jeder, sogar im erweiterten Umfeld weiß, dass da Bäääda für vieles zu haben ist.


Aber NICHT für ein klassisches Heilig Abend Weihnachtsessen. Weil das auch Zyto bekannt ist, lud er mich zu einer "Party" ein. Diese war nichts anderes als eine klassische Familienfeier bei der es NICHT EINMAL afrikanisches Essen gab, grrrr. Stattdessen gab es eine klassische Ente mit Knödel und Blaukraut. Aber Okay, das Essen schmeckte gut und die Unterhaltung war auch sehr interessant. Besonders weil mit Namibia und Südafrika zwei Nationen vertreten waren, die mir nicht so geläufig sind wie z. B: Kamerun. Und Dank der etwas schrägen Corona Weihnachtsverordnung für Berlin, sogar noch regelkonform.

Heuer ist Weihnachten schon ziemlich anders als sonst. Nicht nur dass ich mir -zum ersten Mal seit ich in Berlin bin- die Weihnachtsbeleuchtung am Kudamm NICHT ansah, nein auch die Weihnachtsbeleuchtungen und der Zimmerschmuck in den Wohnungen ist eher spärlich. Bisher immer wenn ich kiebitzen ging, sah und hörte ich überall in Steglitz und Umgebung den üblichen "Weihnachtsschmäh". Heuer Fehlanzeige. Corona sei Dank, grrrrr!

Schon sind wir beim Corona-Update:
Irgendwie habe ich den Eindruck, dass je wirkungsloser die Maßnahmen werden, desto drastischer erhöhen die Politiker die Strafen. Die Möglichkeit, dass der Virus sich vielleicht nicht an die Vorgaben -errechnet mit Computer-Modellen im Elfenbeinturm- unserer Götter Wieler und Drosten hält, wird gar nicht erst in Betracht gezogen.
Einfachstes Beispiel sind die Masken. In Steglitz herrscht auf der Schloßstraße Maskenpflicht. Kürzlich ging ich diese für ca. 5 Minuten entlang und holte noch Medikamente. Als ich an der Ampel stand und ausatmete, kam die Atemluft im dicken Schwall (es war relativ kalt) stangerlgrad durch den Stofffetzen geschossen. Yooo du rotzt 10 Minuten da rein, bläst deinen Speichel durch die Fasern, aber die Aerosole bleiben zurück. Will schließlich Gott Wieler so. Egal ich mache inzwischen fast alles mit, nicht aus Überzeugung, sondern weil ich keinen Bock auf einen Fufi Strafe habe. Die Denunzianten und die CoStaPo nehmen überhand.

Dass Ungeduld meistens nicht das Beste ist, habe ich ja schon öfters festgestellt und heute hat es mich wieder voll erwischt. Da backe ich einen köstlichen Haselnusskuchen und wollte ihn in einer besonderen Rosenform präsentieren. Das Ding kommt perfekt gebacken aus dem Herd und was macht da Bäääda? Riiiichtig, SOFORT aus der Silikonform pressen. Ging auch - nur eher als Kraterlandschaft denn als Kuchen. Klar, dass der heiße, weiche Kuchen die Gewaltaktion nicht gut überstand. Hätte ich gewartet bis er ausgekühlt ist, hätte es kein Problem gegeben. Hätte, hätte Fahrradkette. Shit egal, schmecken tut er.


Beitrag Nr: 359 vom Bäääda
#361 22.12.2020 Alle Jahre wieder kommt Edeka auf uns nieder.
Eigentlich wollte ich den diesjährigen Edeka Weihnachtsspot nicht auf meinem Blog verewigen. Er ist mir einfach zu politisch. Aber weil es halt schon Tradition ist, der Spot ja wirklich gut gemacht ist und auf die Tränendüse drückt, hat er es doch wieder geschafft. Sensible und sentimentale Menschen empfehle ich ein Tempotaschentuch bereit zu halten.
Weihnachtsbeitrag 2020 von Edeka hier
Und um das Ganze wieder etwas aufzuheitern, darf natürlich Sainsbury nicht fehlen. Das ist ja schon fast wie bei Dinner For One. Den bedauernswerten MOG findest du hier

Wenn ich etwas zu weinen haben will, dann lese ich mir den Steuerbescheid durch, den mir das Finanzamt brav noch vor Weihnachten schickte. Yooo eine fast 5-stellige Nachzahlung, das hat schon was. Mit 6000€ hatte ich in etwa gerechnet, aber jetzt ist es halt deutlich mehr geworden. Immerhin habe ich eine ausführliche Begründung erhalten, hahaha. Da werden wohl ein paar Aktien verkauft werden müssen. Um das leidige Thema abzuschließen, verwende ich den Spruch meines guten, alten Freundes Herbert: "Ach, was soll denn das? Ist doch nur Geld!" Recht hat er, Freude schöner Götterfunken….

Riiiiichtig Freude bereitete mir am Sonntag der Besuch von Kuddel (Timo). Der alte Blechwannenkapitän hat seine turnusmäßige Verwendung als Kommandeur der U-Boot Flotte beendet und arbeitet wieder im BMVg in Berlin. Da wir heuer Dank Corona unsere traditionelle Weihnachtsfeier bei Mampe nicht abhalten konnten, haben wir halt bei mir gefeiert. Auch wenn das mitgebrachte Fläschchen mit allerfeinstem Gin meine grauen Zellen ganz schön durcheinander wirbelten, einfach köstlich. Im Gegenzug -denke ich- haben Kuddel meine Speisen auch gut gemundet. Seine selbst gezogenen extrem scharfen getrockneten Chili, die er mir mit einem teuflischen Grinsen überreichte, fanden keine Verwendung. Dafür am nächsten Tag ein Versuch auf einem Butterbrot. Yooo Leute, da blieb kein Auge trocken. Exzellent im Geschmack und so scharf, dass in den Innereien ganz sicher nicht eine Bakterie überlebt.

Jetzt kommt massiv Vorfreude auf -Gott Wieler zum Trotz- den Besuch der Familie am 26.12. zum Vorschein. Wird bestimmt spaßig.


Beitrag Nr: 360 vom Bäääda
#360 18.12.2020 Ihr Würstelein kommet, so kommet doch all!
Jetzt ist die vorerst letzte Maschine -der Blitz (Kutter)- eingetroffen und die Därme sind auch schon im Kühlschrank. Vorerst deshalb, weil ich ganz intensiv -zumindest für die Sommermonate- mit einem kleinen Räucherofen liebäugle. Das dürfte nicht das ganz große Problem darstellen, denn mehr Rauch als ein gegrilltes Kotelett verbreitet der auch nicht. So what? Dit musste am Balkon aushalten, sag ICH! Ab nächstes Jahr werde ich loslegen mit dem Wursten.
Ganz typisch für Berlin war die Lieferung des Kutters. Zuerst bekomme ich eine Mail, dass ich am 15.12. mit einer Lieferung zu rechnen hätte, aber eine Tracking Nr. und einen FiX Termin erhalten werde. Am 14. bekomme ich von EBay die Nachricht, dass die Lieferung voraussichtlich am 16./17.12. eintrifft. Natürlich kam von der Spedition nichts mehr, sondern am 15. ruft mich so ein Knaller an und sagt er steht vor der Tür und will das Paket abgeben. Als er auch keine 30 Minuten warten wollte, sagte er ich soll sich verpi….
Klar Anruf bei der Firma, bla bla bla, die Olle kümmert sich darum und ich bekomme zumindest 2 Stunden vorher Bescheid. Nächster Tag Anruf von dem gleichen Clown wie am Vortag, er steht vor der Tür, ich soll runterkommen. Steht der mit seinem Monsterlaster gegenüber im Halteverbot und als ich dort war, bringt er mein gut verpacktes Gerät INKLUSIVE Palette auf die Straße und meinte auch die Palette gehört zur Lieferung.
Yoooo, ein kurzer, etwas heftiger Disput und schon lag einsam und verlassen eine Palette auf der Straße. Er fuhr weg und ich trug mein Päckchen in die Wohnung. Doch als ich 10 Minuten später die Palette zumindest auf den Gehweg bugsieren wollte, war sie schon nicht mehr da. Yep dit is Bööörlin.


Logo, dass ich den guten alten Ludwig van auch huldigen muss. Ob er jetzt am 16.12. oder 17.12. 1770 geboren wurde ist mir herzlich egal, deshalb bedanke ich mich am 18.12. bei ihm. Zwar bin ich nicht so der große Fan seiner -sicherlich auch großartigen- Klavierarbeiten, aber ALLE seine Symphonien berühren mein Herz. Wer sich einmal die 6. (Pastorale) im Dunkeln sehr laut anhörte, weiß wovon ich spreche. Jedes einzelne Thema kann man auch ohne Worte sofort erkennen.
Leider hatte ich bisher noch keine Gelegenheit mir eine Aufführung seiner einzigen Oper Fidelio anzusehen. Und ob das mit der Staatoper unter den Linden im Februar klappt, da bin ich mir nicht sicher. Corona lebe hoch.
Last but not least.
Bevors ans wursten geht, habe ich mich heuer mal mit dem Backen beschäftigt. Ich glaub, dass ich gar nicht so schlecht darin bin, aber das "Gebaaaatze" geht mir auf die Nerven. Die Premiere meiner Lebkuchen-Plätzchen -so gut sie auch geschmacklich sind- hat mich wegen dem klebrigen vor Zucker und Fett strotzenden Teig, der sich überall verewigt, nicht so gefreut wie es hätte sein können. Wer einmal ein vernünftiges Brät genussvoll im Rohzustand in den Mund schob und anschließend herzhaft in eine Wurst frisch aus dem Kessel biss, weiß was ich meine.

Eigentlich hätte ich noch genug zum Schreiben, aber jetzt mach ich mir lieber mein Abendessen. Pfüat Eich!


Nr: 359 vom Bäääda-Better Call Saul
#359 11.12.2020 Better call Saul ;-)
Yooo, das gestehe ich ohne Einschränkung: Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen. Wer es nicht weiß, der Hintergrund war folgender. Beim Versuch einen Parkplatz in einem Parkhaus zu ergattern, meinte ein junger (höchstens 30 Jahre alt), sportlicher und durchtrainierter Typ, er müsse mir die Parklücke wegschnappen, indem er vorwärts reinfährt, während ich rückwärts Anlauf nahm. Geraume Zeit später hatte ich ein Schreiben der Polizei im Briefkasten
Zuerst dachte ich an einen verspäteten Aprilscherz. Doch ein Anruf bei dem Kiberer (Polizist) machte deutlich, dass es unangenehm werden könnte, da der Anzeigenerstatter eine Handyvideoaufnahme hat. Hey Leute, am meisten schockierte mich, dass es im Wedding geschah. Das mit der Anzeige, im WEDDING.
Dies ist eine der gefährlichsten Ecken von Berlin und ein krimineller Hotspot. Angefangen von Straßenraub, Schlägereien etc. über Tötungsdelikte wg. Rockerkrieg und natürlich Clanrivalität noch und nöcher. Und dann kommt so eine Lusche auf die Idee mich anzuzeigen. Klar dass ich sofort eine Gegenanzeige zu meiner Entlastung erstattet und alles dem Anwalt übergeben habe. Yooo und jetzt kam die Einstellung wegen Geringfügigkeit und mangelndem öffentlichen Interesse. Na was denn sonst --> Wedding?!? Ich weiß nicht -und will es auch nicht wissen, was der Anwalt erzählt hat, aber die Staatsanwältin stellte alles ein.

Corona update:
Eigentlich bin ich der Corona-Hysterie, der Hilflosigkeit der Politiker und Trotteligkeit der "Wissenschaftler" schon fast dankbar. Durch die Maßnahmen habe ich ganz neue Betätigungsfelder für mich entdeckt. Z. B: Wurst (s.u.) selbst herstellen, mich an Übersetzungen von anspruchsvollen Autoren zu versuchen und nicht zuletzt meine umfassenden täglichen Spaziergänge. Der Lockdown schmerzt mich nur bedingt. Kleidung habe ich im Übermaß, alles andere bestelle ich im Netz und Lebensmittelgeschäfte sind geöffnet und stressfrei um 0700h morgens zu besuchen. So what? Allerdings hält sich mein Mitleid speziell mit Restaurantbetreiber stark in Grenzen. Wer 75% vom UMSATZ des Vorjahres, -keine Personalkosten, keine Betriebskosten, wie Wasser, Strom, Heizung etc. und keine Materialkosten wie Lebensmittel- ohne Arbeit erhält, macht kein schlechtes Geschäft. Natürlich nur wenn er beim Finanzamt seinen richtigen Umsatz angegeben hat :-).

Wurstfabrikation update:
Yooo Spritze (Wurstfüller) angekommen, Wolf angekommen, erster Hackfleischtest perfekt. Herz was willste mehr? Nächste Woche sollte der Blitz (Kutter) und Zubehör (Natur- und Kunstdärme, Einfülltrichter etc.) ankommen und dann steht dem Glück nichts mehr im Weg. Heute bereits Kalbfleisch beim Türken mitgenommen und eingefroren und für mich festgelegt, dass als erstes Kalbskäse, Gelbwurst und Stockwurst produziert wird. Die Vorfreude und der Bauch wachsen täglich und es kribbelt mich ganz gewaltig, aber jetzt kommen zuerst mehrere Besuche und da ist ziemlich Logistik gefragt. Ist schließlich nicht soooo häufig, dass ich -außer Mingle- Versuchskaninchen für meine kulinarischen Experimente im Haus habe.

Am Ende noch ganz was Erfreuliches --> Krebs update:
Das Ergebnis der letzten Nachsorgeuntersuchung im Krankenhaus war so gut, dass künftig keine jährliche Überprüfung stattfindet, sondern nur noch alle drei Jahre. Yooo, ich habe mich sehr darüber gefreut, auch weil vielleicht meine Entscheidung KEINE Chemo zu machen nicht so falsch war. Aber was ist schon Krebs, solange man Covid 19 entkommt >:)

Und jetzt ab in die Küche. Die nächste Premiere steht an: Nachdem ich heute schon eine köstliche (Beinscheiben) Suppe gekocht habe, geht es jetzt tätä tätä an Leberknödel. So neugierig auf das Ergebnis war ich zuletzt als 6-jähriger kurz vor der Weihnachtsbescherung.


Tagebuch von Peter Alexander Christerer
#358 06.12.2020 Ganz Steglitz der nächste BER?
Langsam ist es wirklich zum aus der Haut fahren, mit diesen Lahmärschen, grrrr! Dass der Flughafen BER erst nach zig Verschiebungen eröffnet wurde, war nicht so überraschend. Schließlich mussten zuerst viele Hosentaschen mit den Scheinchen, die das Glück bedeuten, gefüllt werden. Doch dass es in dem schönen Steglitz -mit den nicht unbedingt ärmsten Bürgern der Stadt- gar nicht mehr bautechnisch weitergeht, das nervt. Dass gefühlt 1000 kleinere Scharmützel am Laufen sind, das nimmt man mit dem typischen Berliner Phlegmatismus hin, aber dass jetzt bei den größeren Baustellen nichts mehr läuft, das ist zum Ausspucken!
Alleine in meinem Umfeld von 1km sind drei dieser im Dornröschenschlaf befindlichen Monster. Zuerst im Boulevard haben sie gesamte 2 Etage seid Ewigkeiten in eine -wie nach Ausbruch von Ebola- Mondlandschaft verwandelt und nicht das geringste Zucken passiert da oben.
Dann der Bierpinsel über dessen architektonische "Schönheit" ich mal tolerant schweigen will, aber so ein dahin siechen hat er nicht verdient!
Last but not least, der Steglitzer Kreisel (Titelbild). Dass das Asbest beseitigt werden musste ok. Dass aber jetzt seit Jahren das Ding nicht fertig wird und vor ein paar Tagen wieder 2 Jahre Verzögerung angekündigt wurden, das nervt gewaltig. Schließlich war das mein Erkennungssymbol, als ich anno dazumal von München nach Berlin pendelte. Kaum sah ich das hässliche Kreiselhochhaus, kam Sonne in mein Gemüt und ich wusste, dass ich eine weitere Fahrt unfallfrei hinter mich gebracht hatte und gleich eine gute Tasse Kaffee darauf wartet, von mir verschlungen zu werden.
Also ihr Knaller bewegt eure Ärsche -auch wenn so mancher wohl ziemlich schwer sein dürfte- und bringt die Kinkerlitzchen zu Ende. Nehmt euch ein Beispiel an mir! Innerhalb von 2 Stunden habe ich aus Fleisch- und Speckbatzen einen köstlichen Leberkäse gebastelt UND auch noch in dem tiefen, unergründlichen Loch meiner Körpermitte versenkt.

Was deutlich Ernsthafteres und für mich persönlich auch Belastendes. Am 25.11. war -wie seit langem- der internationale Tag zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen. Selbst bin ich ganz bestimmt kein Engel -ganz besonders mit dem Mundwerk- und eine Ex-Freundin sagte mal treffend "you and your rotten mouth", genauso zutreffend wie mein Ausspruch: "I see the devil in the mirror". Doch die Dokumentation die ich zu dem Thema sah, trieb mir Tränen in die Augen. Zwar traue ich dem homo sapiens jede nur erdenkliche Boshaftigkeit und Grausamkeit zu, doch warum sich die Frauen nicht wehren oder Hilfe suchen, erschließt sich mir nicht. Natürlich sind mir all die psychologischen Gründe für das Verhalten der Frauen bekannt, doch so ein Leben ist die reinste Vergeudung und ein nimmer endender Albtraum. Jede Mühe -auch wenn es oft schwer ist- ist es Wert, diesen Zustand zu beenden.
Die größte Hemmschwelle (aus unterschiedlichsten Gründen) ist wohl, jemanden AKTIV um Hilfe zu bitten. Doch ich kann aus eigener und langer Lebenserfahrung sagen. Es lohnt sich immer! Selbst biete ICH zum Beispiel keine Hilfe mehr an. Zu oft tappte ich in ein Fettnäpfchen oder -noch schlimmer- bekam ich nach erfolgter Unterstützung sinngemäß zu hören: "Ich bat dich ja nicht um deine Hilfe, du hast sie ja selbst angeboten". Okay 1x zuviel und seither warte ich, bis man mich anspricht und ich erinnere mich an keinen Fall, in welchem ich nicht irgendwie helfen konnte.

Zum Schluss etwas ganz Erfreuliches: Meine Versuche selbst schmackhafte Wurst herzustellen sind sehr erfolgversprechend. An der Börse würde ich sagen, extrem bullish.
Klar dass ich -im Widerspruch zum vorherigen Beitrag- die ersten Maschinen geordert habe. Nächste Woche werden wohl Wolf und Spritze (Wurstfüller) eintrudeln. Allerdings, noch dazu Gierschlund wie ich nun mal bin- werde ich auf Dauer um einen Blitz (Kutter) nicht herumkommen. Meine Mixmaschine ist zwar leistungsstark, aber eben mehr Hausfrauen like. Doch die Vorfreude was ich alles zusammen batzeln werde, lässt mich grinsen wie einen Holzfuchs. Gelbwurst, Leberködel, Wiener…. Gut vom dran denken sind gerade drei kg mehr Hüftgold zu vermerken.

Eigentlich als Provokation zum Thema Corona gedacht ist es jetzt (Freude, Freude) Wirklichkeit geworden. Besuch der Familie rückt an. Und noch besser -Danke Markus- ein Hauptgericht, steht schon auf der Speisekarte: Roulade. Völlig unbescheiden, wie es meine Wesensart ist, wage ich zu behaupten, dass ich ein guter Koch bin. Und bei Rouladen (Spezialroulade nach Art meines Vaters) bin ich ein Meisterkoch, da freue ich mich schon riiiiichtig drauf. Auch ansonsten ist das eine Klasse Abwechslung, von lieben Menschen umgeben zu sein, die ich sehr gerne mag.
So jetzt habe ich soviel von Essen geschrieben, dass ich in die Küche marschiere und mir einen weiteren LeberkasBurger aufschichte.


Tagebuch von Peter Alexander Christerer
#357 02.12.2020 S' Bankerl zur Straß
Die Überschrift ist in Anlehnung an "S' Fensterl zum Hof" gewählt. Eine urbayrische Fernsehserie von 1962-1964, die ich wohl erst später in der Wiederholung sah.
Die unvergessenen Elfi Pertramer und noch mehr Rosl Mayr zeigten bayrische Lebensart und G'schichterln aus der Hinterhof Perspektive. Das kam mir in den Sinn, als ich beim Flanieren durch Steglitz immerhin nach erst 15 Jahren tatsächlich einen Übergang über eine S-Bahn- und Autobahnbrücke entdeckt habe. Und als ich den dunklen Aufstieg vollendete, was sehe ich da? Riiiiichtig eine STABILE Holzbank, politisch korrekt, kräftig rot angestrichen.
Freilich gab ich meinem von Bewegung geschundenen Körper eine kurze Entspannungsphase und setzte mich hin. Dann strengte ich meine wenigen grauen Zellen im Oberstübchen an und wollte ergründen, was "a Bankerl" noch dazu ein -für Berlin außergewöhnlich- massives, da verloren hat. Der Ausblick auf die vielspurige Straße mit meist sehr aggressiven Blechkutschenlenkern besetzt, ist jetzt nicht unbedingt das, was einen einsamen Wanderer erfreut.
Möglicherweise soll es -ähnlich wie ein Blick auf die Ostsee- dem Ruhenden den Eindruck von unendlicher Weite und Größe der Weltstadt Bäääärlin vermitteln. So als Dementi, dass Berlin eine graue Metropole mit lauter Saubären drin sei. Vielleicht ist es aber auch nur ein Entgegenkommen für Drogensüchtige und Obdachlose -wie ein paar Hinterlassenschaften im "Tunnel" andeuten könnten-, damit sich diese von der feinen Schloßstraße mit ihren Shopping-Malls fernhalten.
Fragen über Fragen und keine Idee die ich als Erklärung akzeptiert hätte. Zudem zeigte sich entsetzlich deutlich, wie weit ich schon von dem bedeutenden Nachrichtendienst, für den ich etliche Jahre tätig war, entfernt bin. Ich konnte nicht einmal zweifelsfrei die Bedeutung aufdecken, was der Kaffeebecher links und die Rotkäppchen Sektflasche rechts hier veranstalteten. Für ein Techtelmechtel schien es mir zu abwegig. Kommunistischer Sekt mit kapitalistischen (Starbucks) Kaffee, das geht ja gar nicht. Oder etwa der Versuch eine Mauer aufzubauen. Nachdem der eine "Keiner hat die Absicht eine Mauer zu errichten" schon von den Würmern vertilgt wurde und der andere ja mit seiner Wiederwahl in den USA gescheitert ist, fehlt jegliche Unterstützung.
Gaaaanz sicher hätte ich noch eine hochgeschraubte Erklärung gefunden, die ebenso sicher in die Kanzlerunterrichtung eingeflossen wäre. Schließlich wäre dann endlich mal was von Bedeutung darin vorgekommen. Doch ich musste abbrechen, da mir mein zarter Allerwertester festzufrieren drohte, so scheißkalt war es. Also setzte ich meinen -mittlerweile geliebten- Spazier- und Spekuliergang fort und begab mich zu meinem neuen Lieblingssupermarkt, einem sehr großen Edeka.

Nicht unerwähnt darf Corona bleiben. Inzwischen habe ich die Vorteile für mich erkannt und ignoriere alles andere (zumindest die nächsten 10 Minuten). Sogar impfen werde ich mich lassen, denke ich werde bevorzugt behandelt. Warum impfen? Weil sich abzeichnet, dass man sonst -ganz demokratisch- an vielen Dingen -wie Flugreisen, Sportstudios etc- nicht mehr teilnehmen darf und das schmälert meine Lebensqualität.

Für alle die auch meinen Gewichtsblog besuchen. Ich konnte einfach nicht widerstehen und musste eine größere Aktion an der Börse tätigen. Jetzt bleibt kein Geld mehr für die Maschinenkäufe, wie heute im Gewichtsblog angekündigt. Doch wenn die Investition hinhaut, sollte nach Weihnachten eine Luxusversion meiner Wurstfabrikation möglich sein. Apropos Weihnachten: Ganz so ohne Empathie bin ich gar nicht. Ich hätte auch in einen lukrativen Wasser ETC einsteigen können, doch das wäre zu grausam in der stillen Zeit. Verdursten tun die Menschen auch noch nächstes Jahr und da kann ich -falls ich noch im diesseits bin- dann immer noch zuschlagen.


Tagebuch von Peter Alexander Christerer
#356-26.11.2020 Na denn, fröhliche Wehnachten.
Das wird ein schönes Weihnachts- und Neujahrsfest, weil die lieben Politiker ihren Gurus sprich Elfenbeinturmidioten alles glauben. Zudem finden sie es so super, dass endlich wieder Befehl und Gehorsam regiert. Deshalb vermiesen sie dem deutschen Michel sein Weihnachtsfest! Zu Befehl und Gehorsam hier ein toller Artikel in Neue Zürcher Zeitung.
Was wäre, wenn mich meine Tochter samt Anhang -2 (Enkel)Kinder und Mann- am 19/20.12. besuchen möchte. Anschließend von hier nach Erlangen weiterfahren und dort Weihnachten feiern. Tja Pech für Omi! Kochen darf sie noch, dann ab in den Keller. Bis zum 23.12. gelten max FÜNF Personen aus 2 Haushalten.
Ach ja, das traditionelle Weihnachtsessen mit zwei Freunden fällt heuer flach. Mangels geöffneter Kneipen wollte ich die Haxn bei mir zu Hause zubereiten. Geht ja nicht! Zwar nur drei Personen, aber aus drei Haushalten. Shit, wir dürfen zwar zusammen arbeiten, aber nicht essen. So gäbe es noch ganz viele Punkte, um diesen Schwachsinn ad absurdum zu führen.

Doch wir freuen uns trotzdem auf Weihnachten und ich ganz besonders, denn mich betrifft zu 95% der Unfug nicht.
Auf meinen täglichen Spaziergängen stelle ich zudem eine -selbst für Berlin- unglaubliche Aggressivität fest. Davon lasse ich mich nicht anstecken und strawanze durch Steglitz. Und weil das so anstrengend ist muss ich, wie das Bild zeigt, auch mal ein kleines Päuschen einlegen. Wenn ich keine Pause habe, entdecke ich doch tatsächlich manch spannende Eigentümlichkeiten. So z.B ein Geschäft, das sich der skandinavischen Lebensart verschrieben hat.
Hat auf erfrischende Weise nur gaaaaaanz wenig mit meinem Lieblingsfeind, Mr. IKEA, zu tun. Aber trotzdem nicht wirklich prickelnd für mich, da ich bewiesenermaßen kein Sammler von Staubfängern bin. Doch was erfassen meine Gucker beim Abgang? Riiiichtig, künstliche Pflanzen! Deren outfit ist so geil, dass ich in meinem -als Arbeitssuchender gar nicht so einfach- Terminkalender sofort nach einer Lücke suchte und in Kürze wieder dort aufschlagen werde. Und jetzt fällt mir gerade ein, dass nächstes Jahr mein Hindu-Gott auf dem Balkon links und rechts Beistand bekommt und die Blumenkästen verschwinden. Fucking bad wenn man alt und vergesslich wird.

Das nächste was auf dem Programm steht, heißt: back to the roots. Weil mir jetzt nach 15 Jahren Berlin der Geduldsfaden reißt und ich die Hoffnung aufgegeben habe, in Berlin meine Lieblingswurstwaren in halbwegs manierlicher Qualität und mit wenigstens einen Hauch von Geschmack zu erhalten, starte ich ein neues Projekt.
Mal schlappe 45 Jahre zurück gebeamt und schon erinnere ich mich an die Wurstküche in Solln. Da ich die Abläufe noch genau in Erinnerung habe und weiß worauf es ankommt, werde ich mir drei Maschinen anschaffen. Wolf, Blitz und Spritzn und dann geht es ans Wurstmachen! Neugierig bin ich auf die Spritzn. Denn ob ich da die nötige Standfestigkeit auf meiner Küchenarbeitsplatte hinbekomme, da bin ich mir nicht sicher. Vorher brauche ich noch einen Riesentopf und ein Holzgitter, damit die Würste beim Brühen nicht oben schwimmen. Die Ergebnisse könnt ihr dann auf meinem Gewichtsblog (wenn er nicht bis dahin beendet ist) im Bereich Bauchumfang überprüfen.
So und jetzt hab ich mir gleich mal die Leitsätze für Fleisch und Fleischerzeugnisse runtergeladen, schließlich hält sich ein Metzger an Gesetze und Vorschriften. :-)



Ois Guade wünscht euch da Bäääda

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